Samstag, 28. Februar 2009
Mittwoch, 18. Februar 2009
On the Road: Sydney > Melbourne + Tasmanien
On the Road: Thredbo – Cann River – Falls Creek – Orbost – Bairnsdale - Mitchell Nationalpark/ Den Nargun - Raimond Island- Bairnsdale – Melbourne – Hobart/ Tasmanien
ACHTUNG: Leider gibt es wieder nur Text. Wir würden euch ja gerne eines unserer sagenhaften Fotos präsentieren, aber leider ist uns das internet-technisch gerade nicht möglich.
Aufwachen: Jindabyne ist immer noch schäbig bis zum Geht- nicht- mehr, das Hostel auch. Also nichts wie weg. Unsere Bergwanderung fiel aus, es regnete nämlich und war neblig. Dann halt nicht. Wir fuhren trotzdem nach Thredbo, wild entschlossen, wenigstens eine kleine Runde am Fuße des höchsten Bergs des flachsten Kontinents zu drehen. Erstmal Frühstück aus dem Kofferraum, bei dem wir dermaßen froren (8 Grad, wer ist denn so eine Temperatur noch gewohnt?), dass wir das Ganze Unternehmen abbliesen, um uns in wärmere Gefilde aufzumachen. Leider endete die Straße nach Bombala mitten im Nirgendwo und wir mussten mit unserem Mietauto auf unbefestigter Straße weiterfahren, die zuletzt in einer Baustelle endete. (Ja, in diesem Teil der Erde muss man das Land noch durch asphaltierte Straßen erschließen). Netterweise ließen uns die Bauarbeiter passieren (wir hatten uns auch nicht verfahren, das war tatsächlich die offizielle Strecke) und irgendwann endlich hatten wir wieder Asphalt unter den Rädern und die Landschaft veränderte sich radikal. Von grau/ gelben Hügeln mit ganz viel Nichts hin zu schönstem, grünen Regenwald. Ich (Tine) hab an einem Hang tatsächlich eine Herde Kängurus grasen sehen. Und es regnete und regnete immer mal wieder. Mittlerweile brauchten wir dringend mal eine Pause. Praktischerweise kamen wir durch ein Kaff namens Cann River, wo wir in der bezaubernden Pelican Kaffee Lodge (Laube mit Kaffemaschine und kleinem Garten) einen real Kaffee auf der Terrasse genossen. Ein Knaller, aber es sollte an dem Tag noch besser werden, wie Flo berichten wird.
Da das mit unserer Wanderung am Vormittag nicht klappen sollte und wir den ganzen lieben langen Tag im Auto gesessen haben, waren wir drei hochmotiviert, noch nach einem Highlight für den Tag Ausschau zu halten. Nach dem das ein oder andere touristische Hinweisschild im Vorbeifahren ignoriert wurde, weckte der „Falls Creek“ soviel Interesse, dass er es uns wert war zu wenden. Es war auch eine super Gelegenheit unsere Wanderschuhe einzusetzen. Nachdem die grobe Ausrüstung angelegt war, konnten wir auch noch nach unseren Regenjacken suchen. Es fing an zu nieseln. Naja, es nieselte nur auf den ersten 200 Metern. Dann sah man schon wieder blau am Himmel, ganz weit weg! Über uns regnete es! Wir glaubten kaum noch ein Ziel zu erreichen und entdeckten ein neues Hinweisschild an einer kleinen Brücke. Wir waren schon etwas enttäuscht, als wir dieses Rinnsal namens „Falls Creek“ als unseren gedachten Wasserfall identifizieren mussten… Wenigstens ein kleiner Erfolg: Es nieselte wieder und hörte auch auf bis wir wieder am Wagen waren. Der nun dominierende blaue Himmel lockte uns einen weitern Abstecher zu machen. Wir statteten dem Pazifik noch einen Besuch ab. Meer ist schon schön. Mit diesem Moment war auch unsere Schlechtwetterphase durchschritten. Der nächste Höhepunkt stellte unser Domizil für die folgende Nacht dar. Das Commonwealth Hotel in Orbost bot uns die bisher günstigste Unterkunft . 60$ für zwei Betten (140cm und 80cm) ist ja eigentlich ein faires Angebot. Vielleicht hätten wir uns selbst noch Einmal durchzählen sollen, da Tine nach eigener Aussage ja ein 140-Bett allein beansprucht. Das Problem haben wir beide dann ja zum Glück noch geschaukelt bekommen.
Beim morgendlichen Frühstück am Strand habe ich mir dann auch meinen ersten kleinen australischen Sonnenbrand zugezogen. Was müssen wir auch immer so spät frühstücken… Nach dem Frühstück sind wir auch glatt in die nächste touristische Falle getappt und die stand nicht nur in Schildform am Wegesrand, nein, sie ist aus einem der unzähligen Reiseführer die wir unser eigen nennen. Die Den Nargun Höhle mit Wasserfall (eine Aboriginalstätte) im Mitchell National Park begeistert wahrscheinlich jeden amerikanischen Touristen durch seine KFZ-taugliche Erschließung und hatte uns durch seine hohe Bequemlichkeit schon fast enttäuscht. Aber der Abstieg zur sagenumwobenen Den Nargun wurde abenteuerlicher als wir zunächst dachten. Wenn man sich mit dem Kopf auf den abschüssigen Pfad konzentrierte, konnte man ja diverse Tiere in den Hinterkopf verbannen. Die Enttäuschung war dann allerdings die Den Nargun herself. Es war ein Tümpel, nicht mehr und nicht weniger. (Tine: soo furchtbar wars da eigentlich gar nicht. Leider konnten wir uns aufgrund unserer beständigen Panik von irgendeinem Tier angesprungen zu werden wenig auf die eigentlich atemberaubende Regenwaldschlucht konzentrieren. Hier gibt es sogar Schmetterlinge, die einen angreifen und ernsthaft vergiften können, wer kann denn hier entspannt wandern gehen??)
Nun konnte der Endspurt nach Melbourne angetreten werden, aber davon berichtet Dirk:
Ja, der Endspurt nach Melbourne. Nachdem wir uns in Bairnsdale die Finger wund gewählt haben, um eine Unterkunft zu finden, ging es dann mit unserem Reiskocher gen Westen. Auf dem Weg haben wir dann mal wieder idyllisch aus dem Kofferraum gepicknickt, wobei ich feststellen musste, dass auch in Australien geschmierte Brote immer auf die mit Belag versehene Seite fallen, aber links herum.
Na ja, es ging weiter. Die Sonne ging langsam unter und wir reiteten geschwind über den Highway, mit einer, den Adrenalinausstoß fördernden, Geschwindigkeit von 110km/h. Gegen halb 9 vernahmen wir schon leichten Brandgeruch in der Luft. Eine Aalräucherei war es wohl eher nicht. Aber wir sind unversehrt in Melbourne angekommen-auch wenn wir uns noch durch den Großstadtverkehrsdschungel kämpfen mussten.
Unsere Unterkunft war der Hammer, gut durchdachtes Konzept ABER: Siff regierte das Gebäude und wohl auch die meisten Gäste. Aber für eine Nacht sollte es reichen. Am nächsten Morgen genossen wir das Inclusive-Labbertoast-Breakfast mit Haferflocken und ließen uns von einem Bielefelder von der Seite anquatschen. Seine Eltern sind in Höxter geboren….die Welt ist nicht genug.
Nächster Punkt der Tagesplanung war die Buchung eines Fluges nach Tasmanien. Das klappte auch kurzentschlossen für umgerechnet 40 EUR. Der Flieger sollte um 7 Uhr am nächsten Morgen starten, sodass wir dann gleich mal den Flughafen als nächtliches Lager ausgewählt haben. Metallstühle können ja sooo bequem sein. Vorher hieß es aber: Zeit totschlagen und zwar jede Menge. Bevor wir das Auto abgeben mussten, besuchten wir noch den Strand und watschelten über den Sand, Muscheln, Muschelscherben und Beton entlang bis nach St. Kilda. Die Skyline von Melbourne war nicht wirklich sichtbar. Bush-Fire-Smog lag in der Luft…. Das Wegbringen des Wagens gestaltete sich problemlos. Mit unseren Rucksäcken waren wir in der Stadt dann jedoch nicht mehr wirklich mobil oder wir hätten jede 5 Meter einen Asiaten vom Bürgersteig in den Verkehr und damit den Tod getrieben.
Besorgt um das Wohl unserer Mitmenschen verbrachten wir einige Stunden auf einer Grünfläche mit abwechselnder Gepäckwache. Gegen 18 Uhr brachen wir dann (zunächst zu Fuß zur Haltestelle des Shuttles) zum Flughafen auf, wobei uns immer deutlicher wurde, wie wenig Klamotten man eigentlich mit sich rumschleppen sollte, wenn man nicht mit einem Bandscheibenvorfall wie eine Schildkröte auf der Straße liegenbleiben möchte.
Die Nacht mehr oder weniger durchgemacht stiegen wir am nächsten Morgen in den Flieger. Die Beinfreiheit war enorm. So viel Platz für Extremitäten hat man sonst nur stehender Weise. Ungefähr 1 Stunde Flugzeit verging, bis wir Tasmanien erreichten. Das erste angesteuerte Hostel erwies sich ebenso wie 2 weitere als ausgebucht. Im Stadtzentrum hatten wir jedoch mehr Glück. Hobart an sich ist…wie soll man das sagen…trotz ca. 200.000 Einwohnern ein stinklangweiliges Nest. Die Bürgersteige werden hier pünktlich um 8 Uhr Abends hochgeklappt und der Reiz, der im Reiseführer angepriesenen Sehenswürdigkeiten, hält sich in Grenzen. Wir freuen uns also auf die Rundfahrt durch Tasmanien, die ab Mittwoch beginnen wird. Bald gibt’s wieder mehr und evtl. auch irgendwann mal Bilder.
Mittwoch, 11. Februar 2009
On the Road: Sydney – Cabramatta - Katoomba – Goulbourn - Canberra – Jindabyne
Zuallererst: nein, wo wir sind, brennt es nicht. Wir haben noch kein Feuer gesehen.
Montag brachen wir bei 20 Grad und Nieselregen mit unserem schicken Mietwagen auf in Richtung Blue Mountains, ein touristisches Muss. Trotz Linksverkehr schafften wir es irgendwann nach Cabramatta, einem von Sydneys zahllosen Vororten, der als Dreh- und Angelpunkt asiatischen Lebens in Sydney gilt. Eigentlich wollten wir dort etwas zu Mittag essen, entschieden uns aber ganz schnell anders, was wohl besser für unsere Gesundheit war, denn es war nicht erkennbar, was einem dort serviert werden sollte. Der Übergang zwischen Katze und Katzenfutter ist fließend.
Am Nachmittag erreichten wir die Blue Mountains. Blau heißen die deshalb, weil aus unzähligen Eukalyptusbäumen ätherische Öle aufsteigen und blauen Dunst bilden. Wentworth Falls, da mussten wir natürlich anhalten. Endlich kamen unsere Wanderboots mal zum Einsatz. Die Wasserfälle an sich sind eher bescheiden und plätschern so vor sich hin, mag aber auch sein, dass wir es durch den Nebel nicht gut sehen konnten. Der Eukalyptuswald weit unter uns, sah von oben original aus wie ein Grünkohlbeet. Wir haben dann in Katoomba in einem schnuckeligen kleinem Hostel übernachtet.
Es waren einmal drei Schwestern, die waren sehr schön. Um sie vor ungebührlichen Anmachen zu schützen, verwandelte ein Zauberer die drei in Felsen. Leider verstarb der Zauberer, bevor er den Zauber rückgängig machen konnte (blöd jetzt), und so stehen die Three Sisters immer noch in Katoomba und werden ganrantiert nicht angemacht, nur fotografiert. Aber nachdem wir weder am Abend noch am nächsten Morgen die eigentliche Hauptattraktion im Nebel ausmachen konnten, machten wir uns auf nach Canberra.
Auf dem Weg lag noch Goulborn, was als älteste oder zweitälteste Siedlung im Landesinneren gilt (je nachdem, welchen Reiseführer man fragt). War eher öde und so haben wir nur in einem netten kleinem Etablissement einen Kaffee geschlürft (@Theo:zufällig war dieser nicht von "Toby's Coffee" aber lecker war er dennnoch). Durch die Southern Highlands, einem kargen Hochplateau, welches als Weideland genutzt wird, gings direkt nach Canberra.
Australiens Hauptstadt ist eine Retortenstadt par excellance und defitiv nicht „the place to be“. Diese weitläufige Gartenstadt mit geometrisch angelegten Straßen gibt’s auch nur, weil Melbourne und Sydney sich wegen des Regierungssitzes jahrelang in der Wolle hatten. Also nahm man ein X-beliebiges Kaff in der Mitte, baute sich einen künstlichen See und bombastische Regierungsgebäude und fertig ist die „capital of our nation“.
Nach einer (mal wieder ausgedehnten) Entscheidungsfindungsphase (Berge oder Küste) ging es heute Mittag durch karges Steppenland in die Snowy Mountains (liegt aber kein Schnee). Jetzt sitzen wir in Jindabyne (öde ist gar kein Ausdruck, aber im Winter steppt hier wohl der Wombat) in unserem wirklich miesen Hostel und gehen gleich in den Pub, in der Hoffnung auf Internet.
Jetzt sind wir im Pub: Weserklause in groß, es riecht nach Klostein und die native Jindabyners lungern rum bei Hundewetten, Bier und diversen Spielautomaten.
Zur Ehrenrettung dieses Kaffs muss ich (Tine) sagen, dass der Weg entlang des Sees ein echter Knaller war, ich hab Horden von Papageien gesehen und einen spektakulären Sonnenuntergang, inkl. sonnenbestrahlten Eukalyptusberghängen. Die Jungs waren noch im Hostel. Hatte natürlich keine Kamera dabei, ist ja klar.
Morgen machen wir eine Wanderung auf den höchsten Punkt des Kontinents und dann nichts wir weg hier, nur noch schnell gucken, wo es nicht brennt und dann ab nach Melbourne. Bis die Tage, je nach Internetmöglichkeiten. Im Moment ist Internet rarer Luxus. Ich (Flo) dachte Internet in deutschen Hotels wäre teuer...
Sonntag, 8. Februar 2009
Von fröhlichen Einführungstagen, dramatischer Entscheidungsfindung und großem Elend!
Noch nicht ganz in Sydney angekommen und schon gleich in den Bann gezogen. Vom Flughafen ging es direkt zum Hostel und von dort mit Tine durch die Stadt – der Tag hat hier ja erst angefangen und es sollte noch viel an Eindrücken auf mich hereinbrechen. U.a. wie sehr man sich in der heutigen Zeit über ein Vollkornbrot zum Geburtstag oder auch einfach nur über ein mitgebrachtes Netbook freuen kann. Und als dann die erste Nacht über die Stadt kam und ich diesen unglaublichen Ausblick inkl. Känguru-Steak genießen konnte wurde es Zeit für die erste Nacht. Naja man macht hier eben alles zum ersten Mal – auf der anderen Seite der Welt! Dirk hat trotz Schule jeden Abend gut mit durchgehalten und ist am morgen tapfer aufgestanden. Tine und ich konnten immerhin solange schlafen, dass wir noch in Ruhe frühstücken konnten bevor wir Dirk dann von der Schule abgeholt haben. Nebenbei mussten auch noch solch wichtige Sachen wie Auto kaufen oder Auto mieten geklärt werden. Gut das wir uns nach der ersten schwer getroffenen Entscheidung noch einmal neu orientieren mussten! Ein richtiges Highlight für jemanden der gerade aus dem Winter zugereist ist war natürlich der berühmt-berüchtigte Bondi-Beach! Wieder ein erstes Mal und zwar diesmal im Pazifik schwimmen. Verdammt kalt und überraschend kräftig, dafür das der Beach nur eine Bucht von der Größe des Godelheimer Teiches ist! Morgen geht es dann endlich weiter. Der Linksverkehr an sich ist ja schon eine mittelgroße Herausforderung: Aber alles wird gut!
Soviel von mir – Florian
Dirk schreibt:
Auf zur Entscheidungsneurose. Der Dreh- und Angelpunkt dieser seltsamen Erscheinung bestand im Wesentlichen aus 2 gewichtigen Teilen – dazu gleich ein bisschen Fließtext. Nicht vernachlässigt werden darf der alltägliche Kleinkram, der uns immer wieder zu innerlich zerreißenden Entscheidungsfindungsprozessen veranlasst. So z.B.: „Welchen Frischkäse nehmen wir denn?“ bzw. „Ist das denn überhaupt Frischkäse?“ oder „Welche Saucen nehmen wir denn zu den Nudeln und zu welchen Nudeln überhaupt?“ Alles nicht so einfach.
Soweit dazu. Jetzt zu dem, was uns etliche Stunden unserer kostbaren Zeit gestohlen hat.
1.Auto mieten oder Auto kaufen ?
Etliche Recherchen in Reiseführern, Internetforen und mehrmals über den Haufen geworfene Reiseplanungen bildeten die Basis für ein totales Chaos in unseren aufgewärmten Gehirnen. Argumente flogen durch die Luft, die langsam aber sicher immer mehr von Ratlosigkeit getränkt war.
Aber nachdem wir dann mal eine Probefahrt mit einem alten Holden Commodore, sprich Opel Omega gemacht haben, wurde einiges transparenter. Der Besitzer der Karre, ein Deutscher Ende 20, hat schon seit mind. 10 Tagen versucht die Schleuder loszuwerden. Ein ähnliches Schicksal hätte uns wohl auch geblüht. Aufgrund seiner Verzweiflung konnte man ihn im Preis auch glatt mal um $500 drücken. Wann er das letzte Mal nach dem Öl geguckt hat oder denn mal welches aufgefüllt hat, wusste er auch nicht so wirklich. Das Reifen waren nach seiner Ansicht auch noch totaaaal ausreichend. Slicks sind ja auch ganz nett. Sehr vertrauenswürdig, wenn man durch die Pampa fährt. Also Auto mieten.
2. Auto mieten, aber wo und was für eins?
Wir hatten die Wahl. Wohlbekannter Autovermieter wie Hertz, Sixt oder Europcar oder ein auf Backpacker spezialisierter Vermieter. Hatten uns schon darauf geeinigt, bei dem Zweiten einen alten Holden Kombi mit Campingausrüstung (für den Notfall bzw. um mal irgendwo in der Pampa anzuhalten und zu grillen) zu mieten. Sind dann auch nach geschätzten 4 Stunden und der Anfertigung einer Excel-Vergleichstabelle (ja, ich gebs zu-da kam der Controller in mir zur Sprache) losgegangen. Als wir dann nach einer ¾ Std. Wartezeit endlich ein Angebot eingeholt haben, wurde alles noch einmal über den Haufen geworfen, da die Preise wieder anders als angenommen waren.
Eine neu angefertigte Exceltabelle führte uns dann schließlich in die Arme von Europcar. Dort haben wir uns von der günstigsten Klasse, einer Reisschüssel mit 3 Türen durch Argumente wie „Ach, die $10 mehr“ 3 Fahrzeugklassen hochgeschaukelt. Jetzt bekommen wir immerhin ne schicke Limousine.
So, meine Lieben, falls ihr es bis hierher durch die ausführlichen Berichte meiner Mitreisenden geschafft habt, kommt jetzt der gut gemeinte Rat: Kauft niemals nicht größere Mengen Wein im Tetrapack!
Donnerstag Abend, wir hatten frei und wollten zur Feier des Tages nach unserem Strandausflug und leckerem Essen, ein wenig gekühlten Wein auf der Dachterrasse genießen. Flo hatte noch von seinem ersten Einkauf im Bottle Shop ein 4Liter TetraPack im Kühlschrank – der geneigte Leser erkennt an dieser Stelle bereits das Dilemma. Da die Hostelküche keine drei Gläser mehr hergab, griff ich zum guten Kaffebecher, Dirk und Flo entschieden sich für kleine Tässchen, was sich als fataler Fehler herausstellte. Das Elend nahm seinen Lauf. Dank meines Kaffeebechers behielt ich gerade noch den Überblick, was meinen beiden Tässchennutzern nicht möglich war. Ende vom Lied, der Wein war alle.
Der nächste Morgen war geprägt von fröhlichem, munterem Treiben - nicht wirklich. Nach Einschätzungen der jeweiligen Gesundheitszustände, hat Flo wohl 2 Liter getrunken, Dirk 1 ¼ und ich des Rest. Wie der arme Dirk es bis in die Schule geschafft hat, ist mir ein Rätsel. Flo und ich waren schwerstens elendig und mussten regenerieren bis Dirk aus der Schule kam. Nach einem ausführlichen Nutellafrühstück am Nachmittag ging es langsam wieder bergauf.
Gestern Abend haben wir dann Bier getrunken – besser ist das!
Flo und Dirk haben den einheimischen Bieren mutig eine ausführliche Exkursion gewidmet, das Ergebnis ist vernichtend. Das deutsche Reinheitsgebot scheint den Geschmack unwiderruflich geprägt zu haben. Bis die Tage, Tine
