Dienstag, 24. März 2009

The Red Centre

Unser großes Outback-Abenteuer begann mit einer langen, langen Zugfahrt. Da wir uns die ca. 1300 km auf dem Highway nicht geben wollten, verließen wir Adelaide am Sonntag, den 15. März, mit dem legendären Ghan.
Nach einer Party mit leckerem Wein, diversen Zugbekanntschaften (in der Bahn trifft man ja bekanntlich immer die komischsten Leute) und einer Nacht auf dem Abteilboden, erreichten wir nach 27 Stunden Alice Springs. Neben muckeligen 38 Grad begrüßten uns auch gleich die Ersten von geschätzten 10 000 000 Fliegen, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, einem zu Reinigungszwecken in Mund, Nase, Augen und Ohren krabbeln zu wollen. Sie können nicht verstehen, dass man als handelsüblicher Europäer von dem Service nicht wirklich angetan ist und bleiben hartnäckig am Ball. Alice Springs ist eine staubige, etwas miefige, aber recht sympathische Stadt, was aber vor allem wohl daran liegen mag, dass man einfach erstaunt ist, eine richtige Stadt in der Einöde anzutreffen.
Am nächsten Morgen ging es früh um sechs los. Wir hatten das Glück, während unserer Fahrt wilde Kamele, Wildpferde und verschiedene Echsen von stachelig bis 1 Meter lang zu sehen. Neben den Wundern der Tierwelt, erlebten wir noch andere Dinge. Wir kletterten durch den Kings Canyon, besuchten den Kata Tjuta National Park und natürlich DEN Stein schlechthin: Uluru. Wir konnten erstaunt feststellen, dass dieser von 1000 Fotos und Postkarten bekannte Stein von seinem Zauber und seiner Anziehungskraft verliert, je näher man ihm kommt. Beeindruckend ist er allein aufgrund seiner Größe auch aus der Nähe noch, von weitem jedoch, im Licht der untergehenden Sonne leuchtend, ist es was Besonderes.
Geschlafen haben wir während der dreitägigen Tour in swags (1 Mann-Zelte) auf dem roten Sandboden unter einem sagenhaften Sternenhimmel. Die Milchstraße war deutlich zu sehen, das Kreuz des Südens haben wir endlich gesichtet, einigen Mitgliedern aus unserer Gruppe erklärt, dass man den Nordstern in der südlichen Hemisphäre wohl eher nicht sehen kann und natürlich fielen jede Menge Shooting Stars.
Nach der Rückkehr zum Hostel feierten wir noch eine Party mit der Gruppe, was sich auch unser "german couple" Gisela und Peter nicht entgehen ließ. Die beiden rüstigen Rentner haben für viel Unterhaltung gesorgt und während der drei Tage, die wirklich anstrengend waren, tapfer durchgehalten.
Nach einem Tag zur Erholung, verließen wir Samstag Central Australia und flogen weiter in den tropischen Norden nach Cairns. Jetzt sitzen wir im Gewächshausklima, haben aber endlich mal wieder Internet :)


Montag, 23. März 2009

Und dann hatten wir sie endlich erreicht. Die Great Ocean Road! Bei nicht all zu stabilen Wetterverhältnissen machten wir uns auf den Weg, nachdem wir noch eine Nacht in Geelong verbrachten. Am ersten Tag der „richtigen“ Tour machten wir in Apollo Bay halt, um Peti’s kleiner Schwester einen Besuch abzustatten. Das Wechselspiel des Wetters war wenigsten beständig und man konnte sich darauf verlassen, dass nach einem Schauer auch wieder die Sonne kam. Und dann das nächste Schauer.




Bis zum Abend ging es so, auch als wir uns nach dem AbendBROT (wir haben es verpasst, noch was Richtiges zu kaufen) noch aufgerafft haben, um zum Strand zu gehen.



















Aber wir sind belohnt worden. Wir haben Koalas gesehen und zwar mehr als drei, es waren mindestens dreißig und manche sogar im Doppelpack!


Als nächstes stand ein kleines Offroad-Abenteuer für unseren Camry auf dem Programm. Wir hatten ganz harmlos geplant, uns ein paar Wasserfälle an zu schauen und zack… …da war die Straße weg! Natürlich regnete es immer noch und unser Auto sah, auch im Sinne von Europcar, verboten aus.






Das Wetter wurde gaaaanz langsam besser, bzw. die Abstände zwischen den Schauern verlängerten sich und so haben wir immer die lichten Momente genutzt, um die Look-Outs der ganz großen Sehenswürdigkeiten der Great Ocean Road anzusteuern.




Nach drei Tagen haben wir die GOR verlassen und mal wieder einen Nationalpark besucht. Den Grampians NP. Und was dieser an Fauna zu bieten hatte, war nicht von schlechten Kängurus.
Auch diese konnten wir aus nächster Nähe beobachten und auch wieder im Doppelpack bestaunen!
Auf unserem Weg lagen wieder Wasserfälle, konnten wir da „Nein“ sagen? Nö, natürlich nichts wie hin. Die McKenzie Falls waren die ersten Fälle, die sich richtig gelohnt haben, wo auch mal richtig was gefallen ist!
Nach einer Stunde Fahrt waren wir auch schon wieder in einer anderen Welt oder im Nichts - das kann man sehen wie man will und zwar ganz weit.
Wir kamen bald im Landesinneren in ein „Fight the Fruitfly, böse, böse Fruchtfliegen“-Gebiet und waren gezwungen fast alle unsere Obst- und Gemüsevorräte auf einmal zu essen (im Camry, fünf Meter vor dem Kontrollpunkt: 4 Paprika, 4 Äpfel, 2 Tomaten, bei den Zwiebeln mussten wir aufgeben – schade!) Wenigstens mussten wir nicht alles wegschmeißen.
Im Barossa Valley, DEM Weinanbaugebiet überhaupt in Australien, sagt man sich. Wir motivierten uns zu einem Ausflug mit dem Radel. Die Sonne hatten wir seit zwei Tagen wieder voll und ganz auf unserer Seite und im Rücken. Wir wollten das ein oder andere Weingut mal aus der Nähr betrachten und auf der Karte von der Tourist-Info sah das auch alles ganz nah zusammen liegend aus. Wir hatten den Fahrradvermieter noch nicht ganz erreicht und wurden eines Besseren belehrt. Am Folgetag wurden natürlich auch ein paar Schätze der Natur geshoppt, ein großer Tag stand ja bald an und man musste vorbereitet sein (nicht, dass es doch wieder der Tetra-Pack-Wein aus den nächsten Bottle-Shop wird)… …so wechselten vier Flaschen Rotwein und eine Flasche Rotwein mit „Bubbels“ sowie 120 A$ die Besitzer. Die Enttäuschung wartete in Adelaide. Unser Hostel ist bis auf selbstverkaufen Alkohol alkoholfrei. Aber Mittel und Wege finden sich immer!

Kleiner Nachtrag: Wir haben der ältesten deutschen Siedlung Australiens noch einen Besuch abgestattet und sind neben vielen nicht-typisch deutschen Sachen auf ein Stück Ostwestfalen gefunden. Eines der netten Gebäude wurde nach der Brauereistadt Detmold benannt.


Dann ging die große Zugreise im Ghan los. Wir fuhren direkt in die Mitte Australiens und werden im nächsten Eintrag mehr davon berichten.

Montag, 2. März 2009

Der Weg wird das Ziel

Ab Morgen werden wir uns dann wieder mit einem (vermutlich asiatischen) Mietwagen auf den Weg begeben, einen Mitsubishi hatten wir noch nicht. (Dirk würde sich ja sehr freuen wenn ein kein "Reiskocher" werden würde)

Es ist diesmal nicht nur ein Weg, es ist die "Gerat Ocean Road". Adelaide heißt das nächste Etappenziel, aber je nach dem wie das Internet uns gesonnen ist und Mäccen unseren Weg säumen gibt es auch mal einen Zwischenbericht!

Mit den letzten Grüßen aus Melbourne

Melbourne: Ist es womöglich
a) der Blick von unserer Dachterrasse auf den Hafen von Melbourne?
b) der Blick auf den Hafen vom EUREKA Skydeck?
c) der Angriff der Klonkrieger?

Freitag, 27. Februar 2009 Fleischtag in Melbourne: Gut, dass Wallabys zu klein sind, sonst würde es wie Känguru auf dem Teller landen

Samstag, 22. Februar 2009 Wallabys chillen morgens auch am Strand :) Wir habens nicht mitgenommen.

Samstag, 22. Februar 2009 Friendly Beach am frühen Morgen...und wir haben uns immer noch lieb

Donnerstag, 19. Februar 2009 Franklin River Falls auf Tasmanien

Freitag, 13. Februar 2009 Freitag, der 13., und trotzdem 3 von 300, der auf Raymond Island lebenden Koalas, gesichtet

Montag, 09. Februar 2009 Blue Mountains Wentworth Falls

Donnerstag, 05. Februar 2009 Sydney