Mittwoch, 18. Februar 2009

On the Road: Sydney > Melbourne + Tasmanien

On the Road: Thredbo – Cann River – Falls Creek – Orbost – Bairnsdale - Mitchell Nationalpark/ Den Nargun - Raimond Island- Bairnsdale – Melbourne – Hobart/ Tasmanien

ACHTUNG: Leider gibt es wieder nur Text. Wir würden euch ja gerne eines unserer sagenhaften Fotos präsentieren, aber leider ist uns das internet-technisch gerade nicht möglich.

Aufwachen: Jindabyne ist immer noch schäbig bis zum Geht- nicht- mehr, das Hostel auch. Also nichts wie weg. Unsere Bergwanderung fiel aus, es regnete nämlich und war neblig. Dann halt nicht. Wir fuhren trotzdem nach Thredbo, wild entschlossen, wenigstens eine kleine Runde am Fuße des höchsten Bergs des flachsten Kontinents zu drehen. Erstmal Frühstück aus dem Kofferraum, bei dem wir dermaßen froren (8 Grad, wer ist denn so eine Temperatur noch gewohnt?), dass wir das Ganze Unternehmen abbliesen, um uns in wärmere Gefilde aufzumachen. Leider endete die Straße nach Bombala mitten im Nirgendwo und wir mussten mit unserem Mietauto auf unbefestigter Straße weiterfahren, die zuletzt in einer Baustelle endete. (Ja, in diesem Teil der Erde muss man das Land noch durch asphaltierte Straßen erschließen). Netterweise ließen uns die Bauarbeiter passieren (wir hatten uns auch nicht verfahren, das war tatsächlich die offizielle Strecke) und irgendwann endlich hatten wir wieder Asphalt unter den Rädern und die Landschaft veränderte sich radikal. Von grau/ gelben Hügeln mit ganz viel Nichts hin zu schönstem, grünen Regenwald. Ich (Tine) hab an einem Hang tatsächlich eine Herde Kängurus grasen sehen. Und es regnete und regnete immer mal wieder. Mittlerweile brauchten wir dringend mal eine Pause. Praktischerweise kamen wir durch ein Kaff namens Cann River, wo wir in der bezaubernden Pelican Kaffee Lodge (Laube mit Kaffemaschine und kleinem Garten) einen real Kaffee auf der Terrasse genossen. Ein Knaller, aber es sollte an dem Tag noch besser werden, wie Flo berichten wird.

Da das mit unserer Wanderung am Vormittag nicht klappen sollte und wir den ganzen lieben langen Tag im Auto gesessen haben, waren wir drei hochmotiviert, noch nach einem Highlight für den Tag Ausschau zu halten. Nach dem das ein oder andere touristische Hinweisschild im Vorbeifahren ignoriert wurde, weckte der „Falls Creek“ soviel Interesse, dass er es uns wert war zu wenden. Es war auch eine super Gelegenheit unsere Wanderschuhe einzusetzen. Nachdem die grobe Ausrüstung angelegt war, konnten wir auch noch nach unseren Regenjacken suchen. Es fing an zu nieseln. Naja, es nieselte nur auf den ersten 200 Metern. Dann sah man schon wieder blau am Himmel, ganz weit weg! Über uns regnete es! Wir glaubten kaum noch ein Ziel zu erreichen und entdeckten ein neues Hinweisschild an einer kleinen Brücke. Wir waren schon etwas enttäuscht, als wir dieses Rinnsal namens „Falls Creek“ als unseren gedachten Wasserfall identifizieren mussten… Wenigstens ein kleiner Erfolg: Es nieselte wieder und hörte auch auf bis wir wieder am Wagen waren. Der nun dominierende blaue Himmel lockte uns einen weitern Abstecher zu machen. Wir statteten dem Pazifik noch einen Besuch ab. Meer ist schon schön. Mit diesem Moment war auch unsere Schlechtwetterphase durchschritten. Der nächste Höhepunkt stellte unser Domizil für die folgende Nacht dar. Das Commonwealth Hotel in Orbost bot uns die bisher günstigste Unterkunft . 60$ für zwei Betten (140cm und 80cm) ist ja eigentlich ein faires Angebot. Vielleicht hätten wir uns selbst noch Einmal durchzählen sollen, da Tine nach eigener Aussage ja ein 140-Bett allein beansprucht. Das Problem haben wir beide dann ja zum Glück noch geschaukelt bekommen.
Beim morgendlichen Frühstück am Strand habe ich mir dann auch meinen ersten kleinen australischen Sonnenbrand zugezogen. Was müssen wir auch immer so spät frühstücken… Nach dem Frühstück sind wir auch glatt in die nächste touristische Falle getappt und die stand nicht nur in Schildform am Wegesrand, nein, sie ist aus einem der unzähligen Reiseführer die wir unser eigen nennen. Die Den Nargun Höhle mit Wasserfall (eine Aboriginalstätte) im Mitchell National Park begeistert wahrscheinlich jeden amerikanischen Touristen durch seine KFZ-taugliche Erschließung und hatte uns durch seine hohe Bequemlichkeit schon fast enttäuscht. Aber der Abstieg zur sagenumwobenen Den Nargun wurde abenteuerlicher als wir zunächst dachten. Wenn man sich mit dem Kopf auf den abschüssigen Pfad konzentrierte, konnte man ja diverse Tiere in den Hinterkopf verbannen. Die Enttäuschung war dann allerdings die Den Nargun herself. Es war ein Tümpel, nicht mehr und nicht weniger. (Tine: soo furchtbar wars da eigentlich gar nicht. Leider konnten wir uns aufgrund unserer beständigen Panik von irgendeinem Tier angesprungen zu werden wenig auf die eigentlich atemberaubende Regenwaldschlucht konzentrieren. Hier gibt es sogar Schmetterlinge, die einen angreifen und ernsthaft vergiften können, wer kann denn hier entspannt wandern gehen??)

Nun konnte der Endspurt nach Melbourne angetreten werden, aber davon berichtet Dirk:

Ja, der Endspurt nach Melbourne. Nachdem wir uns in Bairnsdale die Finger wund gewählt haben, um eine Unterkunft zu finden, ging es dann mit unserem Reiskocher gen Westen. Auf dem Weg haben wir dann mal wieder idyllisch aus dem Kofferraum gepicknickt, wobei ich feststellen musste, dass auch in Australien geschmierte Brote immer auf die mit Belag versehene Seite fallen, aber links herum.
Na ja, es ging weiter. Die Sonne ging langsam unter und wir reiteten geschwind über den Highway, mit einer, den Adrenalinausstoß fördernden, Geschwindigkeit von 110km/h. Gegen halb 9 vernahmen wir schon leichten Brandgeruch in der Luft. Eine Aalräucherei war es wohl eher nicht. Aber wir sind unversehrt in Melbourne angekommen-auch wenn wir uns noch durch den Großstadtverkehrsdschungel kämpfen mussten.
Unsere Unterkunft war der Hammer, gut durchdachtes Konzept ABER: Siff regierte das Gebäude und wohl auch die meisten Gäste. Aber für eine Nacht sollte es reichen. Am nächsten Morgen genossen wir das Inclusive-Labbertoast-Breakfast mit Haferflocken und ließen uns von einem Bielefelder von der Seite anquatschen. Seine Eltern sind in Höxter geboren….die Welt ist nicht genug.
Nächster Punkt der Tagesplanung war die Buchung eines Fluges nach Tasmanien. Das klappte auch kurzentschlossen für umgerechnet 40 EUR. Der Flieger sollte um 7 Uhr am nächsten Morgen starten, sodass wir dann gleich mal den Flughafen als nächtliches Lager ausgewählt haben. Metallstühle können ja sooo bequem sein. Vorher hieß es aber: Zeit totschlagen und zwar jede Menge. Bevor wir das Auto abgeben mussten, besuchten wir noch den Strand und watschelten über den Sand, Muscheln, Muschelscherben und Beton entlang bis nach St. Kilda. Die Skyline von Melbourne war nicht wirklich sichtbar. Bush-Fire-Smog lag in der Luft…. Das Wegbringen des Wagens gestaltete sich problemlos. Mit unseren Rucksäcken waren wir in der Stadt dann jedoch nicht mehr wirklich mobil oder wir hätten jede 5 Meter einen Asiaten vom Bürgersteig in den Verkehr und damit den Tod getrieben.
Besorgt um das Wohl unserer Mitmenschen verbrachten wir einige Stunden auf einer Grünfläche mit abwechselnder Gepäckwache. Gegen 18 Uhr brachen wir dann (zunächst zu Fuß zur Haltestelle des Shuttles) zum Flughafen auf, wobei uns immer deutlicher wurde, wie wenig Klamotten man eigentlich mit sich rumschleppen sollte, wenn man nicht mit einem Bandscheibenvorfall wie eine Schildkröte auf der Straße liegenbleiben möchte.
Die Nacht mehr oder weniger durchgemacht stiegen wir am nächsten Morgen in den Flieger. Die Beinfreiheit war enorm. So viel Platz für Extremitäten hat man sonst nur stehender Weise. Ungefähr 1 Stunde Flugzeit verging, bis wir Tasmanien erreichten. Das erste angesteuerte Hostel erwies sich ebenso wie 2 weitere als ausgebucht. Im Stadtzentrum hatten wir jedoch mehr Glück. Hobart an sich ist…wie soll man das sagen…trotz ca. 200.000 Einwohnern ein stinklangweiliges Nest. Die Bürgersteige werden hier pünktlich um 8 Uhr Abends hochgeklappt und der Reiz, der im Reiseführer angepriesenen Sehenswürdigkeiten, hält sich in Grenzen. Wir freuen uns also auf die Rundfahrt durch Tasmanien, die ab Mittwoch beginnen wird. Bald gibt’s wieder mehr und evtl. auch irgendwann mal Bilder.

4 Kommentare:

Blogger Mars meinte...

Ich bin mir sicher, dass ihr alle Probleme schaukeln und das Kind schon lösen werdet. Auch wenn die Welt nicht genug ist, vielleicht kommt ihr ja mit der Lizens zum Töten weiter ;)...

19. Februar 2009 00:11

 
Anonymous Henrike meinte...

Man, ihr erlebt ja dolle Sachen ;o) Auch wenn das teilweise sehr gefährlich klingt, genießt die Zeit ihr werdet euren Ur-Urenkeln davon noch erzälen! Ich bin soooo nedisch.
Also viel Spaß noch, lg

p.s. Dörk hier is alles wie immer, vor allem schweine kalt!

20. Februar 2009 06:11

 
Anonymous Anonym meinte...

Hey Floh,

gehen mal davon aus, dass Text bei Dir landet:

Viele Grüße aus Landshut - laß es Dir gut gehen.

Peter und Susi

21. Februar 2009 09:17

 
Blogger Marcus meinte...

Hey,

scheint euch ja super zu gefallen.

Viel Spass weiterhin und beste Grüße

Marcus

1. März 2009 23:50

 

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