On the Road: Sydney – Cabramatta - Katoomba – Goulbourn - Canberra – Jindabyne
Zuallererst: nein, wo wir sind, brennt es nicht. Wir haben noch kein Feuer gesehen.
Montag brachen wir bei 20 Grad und Nieselregen mit unserem schicken Mietwagen auf in Richtung Blue Mountains, ein touristisches Muss. Trotz Linksverkehr schafften wir es irgendwann nach Cabramatta, einem von Sydneys zahllosen Vororten, der als Dreh- und Angelpunkt asiatischen Lebens in Sydney gilt. Eigentlich wollten wir dort etwas zu Mittag essen, entschieden uns aber ganz schnell anders, was wohl besser für unsere Gesundheit war, denn es war nicht erkennbar, was einem dort serviert werden sollte. Der Übergang zwischen Katze und Katzenfutter ist fließend.
Am Nachmittag erreichten wir die Blue Mountains. Blau heißen die deshalb, weil aus unzähligen Eukalyptusbäumen ätherische Öle aufsteigen und blauen Dunst bilden. Wentworth Falls, da mussten wir natürlich anhalten. Endlich kamen unsere Wanderboots mal zum Einsatz. Die Wasserfälle an sich sind eher bescheiden und plätschern so vor sich hin, mag aber auch sein, dass wir es durch den Nebel nicht gut sehen konnten. Der Eukalyptuswald weit unter uns, sah von oben original aus wie ein Grünkohlbeet. Wir haben dann in Katoomba in einem schnuckeligen kleinem Hostel übernachtet.
Es waren einmal drei Schwestern, die waren sehr schön. Um sie vor ungebührlichen Anmachen zu schützen, verwandelte ein Zauberer die drei in Felsen. Leider verstarb der Zauberer, bevor er den Zauber rückgängig machen konnte (blöd jetzt), und so stehen die Three Sisters immer noch in Katoomba und werden ganrantiert nicht angemacht, nur fotografiert. Aber nachdem wir weder am Abend noch am nächsten Morgen die eigentliche Hauptattraktion im Nebel ausmachen konnten, machten wir uns auf nach Canberra.
Auf dem Weg lag noch Goulborn, was als älteste oder zweitälteste Siedlung im Landesinneren gilt (je nachdem, welchen Reiseführer man fragt). War eher öde und so haben wir nur in einem netten kleinem Etablissement einen Kaffee geschlürft (@Theo:zufällig war dieser nicht von "Toby's Coffee" aber lecker war er dennnoch). Durch die Southern Highlands, einem kargen Hochplateau, welches als Weideland genutzt wird, gings direkt nach Canberra.
Australiens Hauptstadt ist eine Retortenstadt par excellance und defitiv nicht „the place to be“. Diese weitläufige Gartenstadt mit geometrisch angelegten Straßen gibt’s auch nur, weil Melbourne und Sydney sich wegen des Regierungssitzes jahrelang in der Wolle hatten. Also nahm man ein X-beliebiges Kaff in der Mitte, baute sich einen künstlichen See und bombastische Regierungsgebäude und fertig ist die „capital of our nation“.
Nach einer (mal wieder ausgedehnten) Entscheidungsfindungsphase (Berge oder Küste) ging es heute Mittag durch karges Steppenland in die Snowy Mountains (liegt aber kein Schnee). Jetzt sitzen wir in Jindabyne (öde ist gar kein Ausdruck, aber im Winter steppt hier wohl der Wombat) in unserem wirklich miesen Hostel und gehen gleich in den Pub, in der Hoffnung auf Internet.
Jetzt sind wir im Pub: Weserklause in groß, es riecht nach Klostein und die native Jindabyners lungern rum bei Hundewetten, Bier und diversen Spielautomaten.
Zur Ehrenrettung dieses Kaffs muss ich (Tine) sagen, dass der Weg entlang des Sees ein echter Knaller war, ich hab Horden von Papageien gesehen und einen spektakulären Sonnenuntergang, inkl. sonnenbestrahlten Eukalyptusberghängen. Die Jungs waren noch im Hostel. Hatte natürlich keine Kamera dabei, ist ja klar.
Morgen machen wir eine Wanderung auf den höchsten Punkt des Kontinents und dann nichts wir weg hier, nur noch schnell gucken, wo es nicht brennt und dann ab nach Melbourne. Bis die Tage, je nach Internetmöglichkeiten. Im Moment ist Internet rarer Luxus. Ich (Flo) dachte Internet in deutschen Hotels wäre teuer...

1 Kommentare:
Stehen jetzt die Jobs nicht reichblich zur Verfügung? Ich kann mir vorstellen, daß die Feuerwehr viele Leute sucht. ;-)
Weiterhin viel Spaß!
15. Februar 2009 um 22:45
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